Tag 16 – Strandcamp nach Nouakchott – 170 km
Der heutige Tag begann sehr entspannt. Denn wir konnten ausschlafen!! Erst um 10:00 Uhr war das Briefing für diesen Tag angesetzt und die Abfahrt vom Strand war für 13:00 Uhr eingeplant. Daher kann man diesen Tag im Vergleich zu den vorigen durchaus als entspannt bezeichnen. Die Zeit wurde u.a. genutzt, um unser mitgebrachtes Volleipulver zu einem herrlichen Frühstück mit Rührei zusammen mit kross gebratenen Speck zuzubereiten. Für ein Frühstück mitten in der Wüste wirklich nicht schlecht! Aus 13:00 Uhr wurde dann 14:00 Uhr und wir verließen diesen schönen Fleck in Richtung der Mauretanischen Hauptstadt Nouakchott (ja, wer unseren Blog liest, lernt noch dazu und wer demnächst bei einem Quiz nach der Hauptstadt Mauretaniens gefragt wird, kann glänzen). Los ging die Fahrt zuerst für 20 km weiter über den Strand bis wieder ein kleines Fischerdorf auftauchte. Dort galt es nun die Strandabfahrt zu bewältigen. Und ähnlich wie bereits bei der Auffahrt gab diesmal Steffi ordentlich Gas und hat Hummel mit ordentlich Speed durch die Dünen gepflügt. Auch diesmal keine Einsandungen! Und, was sollen wir sagen: Damit hat Hummel die kompletten Wüstenetappen geschafft, ohne sich ein einziges Mal einzusanden. Da wird sich der ein oder andere Daheimgebliebene vielleicht verwundert die Augen reiben. Denn was mussten wir uns nicht vorher alles anhören: „Mit Winterreifen? Das klappt nie!“, „ Mit Heckantrieb? Das klappt nie“ Und es geht eben doch!
Von dem kleinen Dörfchen aus ging es weiter Richtung Nouakchott, das wir am Nachmittag erreichten. Nach den ersten paar Kilometern durch den Ort war klar: Hier fährt jeder, wie er es für richtig hält. Und falls sich jemals jemand gefragt hat, was eigentlich mit dem guten alte Mercedes 190er Diesel passiert, wenn man ihn in Deutschland nach 300.000 Kilometern abgestellt hat und dachte er würde verschrottet: Der wird nach Nouakchott verschifft und macht hier die nächsten 300.000…
So in Nouakchott angekommen, teilten sich die Gruppen etwas auf. Einige blieben in einer kleinen Herberge und wir sind mit dem anderen Teil zum Campingplatz gefahren. Dadurch, dass wir wiederum mit den Jungs von den Teams Hubraum satt und Automobile Randgruppe und natürlich nach wie vor mit Alex und Jörg unterwegs waren bilden wir mittlerweile selbst einen kleinen Konvoi. Bei der Ankunft auf dem Zeltplatz bekamen wir dann mitgeteilt, dass es ein „kleines“ Problem mit der Wasserversorgung gäbe, was bedeutete, dass es komplett kein Wasser gab. Es hieß also, sich von dem Gedanken der Dusche zu verabschieden und auf den nächsten Tag zu verschieben. Immerhin hatten wir gerade einige Tage Wüste hinter uns und unsere Wasservorräte waren noch bei weitem nicht aufgebraucht. Wo also war der Unterschied zu den Wüstencamps? OK, hier mussten wir ca. 6 Euro bezahlen… Kurzerhand wurden die Zelte aufgeschlagen und das große Reste essen stand an. Von allen fünf Teams wurde aus allen Resten noch eine leckere Abendmahlzeit gekocht. So oder so ähnlich machte es auch das Team „De Lockwitzer“, bei denen einige Packungen Wein plötzlich ein Leck hatten und weg mussten. Ruck zuck wurde der Wein mit einigen weiteren Zutaten und Ananas aus der Dose zu einer Bowle veredelt, mit der sie dann alle Teams auf dem Campingplatz beglückten.(fragt uns bitte nicht, warum man Ananas in Dosen mit in die Wüste nimmt, das hat sich uns auch nicht ergründet).
Nach einem schönen Tag ging es dann mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund in den Schlafsack.




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